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Ein Besuch in der Start-up-Nation Israel

Kaum ein anderes Land hat so früh das Potential der Digitalisierung für das Gesundheitswesen erkannt wie Israel.

Schon in den 90er Jahren starteten erste Projekte zum Austausch digitaler Daten zwischen Gesundheitsanbietern. Mittlerweile gilt Israel als einer der weltweit führenden Innovations- und Start-up-Standorte, insbesondere im Feld der digitalen Medizin.

Anfang September 2019 informierte sich eine  Delegation mit mehr als 70 Unternehmen aus Hamburg und Schleswig-Holstein über den Stand der Digitalisierung in Israel. Andreas Flegel, in der Gesundheitswirtschaft Hamburg zuständig für eHealth, war dabei.

In den Wirtschaftszweigen Logistik und Life Sciences. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Life Science Nord, lernte das eHealth-Netzwerk Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser, IT-Unternehmen und Inkubatoren kennen, die an der Entwicklung von Spitzentechnologie für den Gesundheitssektor beteiligt sind. Das Netzwerk erhält dabei exklusive Einblicke hinter die Kulissen der sogenannten Start-Up-Nation.

 

‚How to discover something you don’t know you don’t know?‘

Im Gespräch mit Prof. Daniel Zajfman, Präsident des Weizmann-Instituts in Tel Aviv erfährt das eHealth-Netzwerk, die große Herausforderung einer jeden Innovation liegt im Umgang mit spezifischen Unsicherheiten. Insbesondere radikale Innovationen sind bei der Entwicklung durch hohe technologische und marktbezogene Unsicherheiten gekennzeichnet. Besonders kritisch, ist die Phase nach Abschluss einer technologischen Entwicklung bis zu einem erfolgreichen Produkt am Markt. Dieses sogenannte ‚Death Valley‘ Phänomen kann auch in Israel mehr als 20 Jahre anhalten.

Für die Überwindung des  Phänomens können Forscher und angehende Existenzgründer u.a. Starthilfe durch Transferzentren erhalten. Um ihre Ideen zur Innovationsreife voranzubringen können Gründer beispielsweise an der Rambam MedTech Ltd. am Universitätsklinikum in Haifa, oder über spezielle Inkubatoren wie die Firma FutuRx Starthilfen beziehen. .Insgesamt gibt es in Israel 90 Inkubator-Programme, ca. die Hälfte davon für Gesundheits- und Medizinprodukte. Transferzentren und Inkubatoren unterstützen die Ausgründung von Start-ups für den Zugang zu öffentlichen Förderprogrammen, und unterhalten zudem strategische Partnerschaften zu multinationalen Unternehmen, die zusätzlich als Investoren auftreten können.

 

‚Do not try to solve a problem, try to create a market‘

Die günstigen regulatorischen Rahmenbedingungen sowie staatlichen Förderungen von Innovationen bilden nur die Spitze des Eisbergs.: „Das israelische Unternehmertum ist geprägt von einer hohen Risikobereitschaft und flachen Hierarchien. Von frühester Jugend an, wird der Gründergeist gefördert und eine positive Fehlerkultur vermittelt. Scheitern ist in Israel erlaubt, Machen heißt die Devise!“ Die Dienstzeit im Militär,schafft ein enges berufliche Netzwerk von israelischen Managern, deren Blick gleichsam auf internationale Märkte ausgerichtet ist. Die Exportquote der israelischen Medizintechnikbranche,lag im Jahr 2015 bei 85%, dh. bei insgesamt 2.935 Millionen US-Dollar (vgl. GTAI Wirtschaftsdaten Israel). Beachtlich für das kleine Land Israel, das flächenmäßig etwa so groß ist wie das Bundesland Hessen.

 

Weitere interessante Links zum Thema Israel:

·         GTAI Wirtschaftsdaten Israel " https://www.gtai.de/

·         Ministry of Health " https://www.health.gov.il/English/Pages/HomePage.aspx

·         The Israel Innovation Authority " https://innovationisrael.org.il/en/

·         START-UP NATION FINDER " https://www.startupnationcentral.org/

·         Invest in Israel " https://investinisrael.gov.il/

·         The Standards Institution of Israel " http://www.sii.org.il

·         The Israeli Medical Association " https://www.ima.org.il

·         The Manufacturers Association of Israel " https://eng.industry.org.il

 

Das Projekt eHealth-Netzwerk Hamburg wird gefördert durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und die Freie und Hansestadt Hamburg.

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